10-OH-HHC, 8-OH-HHC, 10-OH-HHCP, CBG9, CBNo und CBC: neue Cannabinoide im Überblick

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10-OH-HHC, 8-OH-HHC, 10-OH-HHCP, CBG9 und CBNo sind Neo-Cannabinoide, die im Juni 2024, als dieser Artikel erschien, neu auf den Markt kamen. CBC ist dagegen ein natürliches Cannabinoid der Hanfpflanze. Hier finden Sie, was man damals über die Struktur dieser Moleküle wusste, und was Händler beim Einkauf beachten sollten.

Mehrere dieser Stoffe sind in Frankreich und in anderen europäischen Ländern als Betäubungsmittel eingestuft, und ihr Status ändert sich schnell. Prüfen Sie die Rechtslage in Ihrem Land vor jedem Einkauf oder Weiterverkauf. Unsere Produkte entsprechen französischem Recht (Delta-9-THC höchstens 0,3 %). Der Status von Blüten, Harzen und anderen Hanfprodukten ist anderswo teils strenger, und in Deutschland ist der Verkauf von CBD-Blüten an Endverbraucher rechtlich umstritten.

Warum Neo-Cannabinoide 2024 so viel Aufmerksamkeit bekamen

Mit jedem neuen Molekül wuchs 2024 das Interesse von Herstellern und Händlern. Für einige dieser Stoffe wurde damals behauptet, sie seien nicht psychoaktiv. Gesicherte Daten zu Wirkung und Sicherheit gab es jedoch kaum, und viele Aussagen der Hersteller ließen sich nicht überprüfen. Für die Forschung waren die neuen Moleküle trotzdem interessant, weil sie das Verständnis des Endocannabinoid-Systems erweitern können.

1. 10-OH-HHC (10-Hydroxy-Hexahydrocannabinol)

10-OH-HHC ist ein synthetischer Metabolit, abgeleitet von HHC, einer hydrierten Form des THC. An Position 10 seiner Molekülstruktur sitzt eine zusätzliche Hydroxylgruppe. Diese Veränderung kann beeinflussen, wie das Molekül an die Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 bindet, und damit, wie es im Körper aufgenommen, verteilt und abgebaut wird.

2. 8-OH-HHC (8-Hydroxy-Hexahydrocannabinol)

8-OH-HHC ist eng mit 10-OH-HHC verwandt. Der Unterschied liegt in der Position der Hydroxylgruppe, die hier an Position 8 sitzt. Schon diese kleine Verschiebung kann das Bindungsverhalten an den Rezeptoren CB1 und CB2 deutlich verändern.

3. 10-OH-HHCP (10-Hydroxy-Hexahydrocannabiphorol)

10-OH-HHCP ist eine Variante des HHCP mit einer Hydroxylgruppe an Position 10. HHCP hat eine verlängerte Seitenkette. Zusammen mit der zusätzlichen Hydroxylgruppe könnte das die Bindung an die Rezeptoren CB1 und CB2 verstärken. Belastbare Daten dazu gab es 2024 nicht.

4. CBG9: ein Abkömmling des Cannabigerols

CBG9 ist nach den damals verfügbaren Angaben eine abgeleitete oder synthetische Form des Cannabigerols (CBG). CBG selbst ist ein natürliches, nicht berauschendes Cannabinoid, das wir bei Deli Hemp zum Beispiel als gefiltertes CBG-Harz mit 50 % CBG führen. Wie stark sich CBG9 im Profil von CBG unterscheidet, war 2024 nicht geklärt.

5. CBNo: eine neue Form des Cannabinols

CBNo gilt als Variante oder Derivat des Cannabinols (CBN). CBN selbst ist ein natürliches Cannabinoid der Hanfpflanze. Über CBNo war 2024 sehr wenig bekannt.

6. CBC: das Cannabichromen

CBC (Cannabichromen) ist im Unterschied zu den übrigen Molekülen dieser Liste ein natürlicher Bestandteil der Hanfpflanze und nicht psychoaktiv. Es interagiert mit verschiedenen Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems und wird deshalb wissenschaftlich untersucht. Für Händler ist es vor allem als Bestandteil von Vollspektrum-Produkten relevant.

In welchen Formen wurden Neo-Cannabinoide angeboten?

Neo-Cannabinoide kamen 2024 als Blüten, als Harze und als Extrakte auf den Markt. In unserem Katalog finden Sie zum Beispiel HDH-Blüten sowie Harze mit natürlichen Cannabinoiden wie das Beldia-Harz mit 20 % CBN.

Verlangen Sie bei jedem Produkt mit einem neuen Cannabinoid das Analysezertifikat der Charge. Es sollte das Molekül ausweisen, den Delta-9-THC-Gehalt nennen und von einem identifizierbaren Labor stammen.

Welche Rolle spielt die französische ANSM?

In Frankreich überwacht die ANSM (Agence nationale de sécurité du médicament et des produits de santé), die Behörde für Arzneimittel- und Gesundheitsproduktsicherheit, auch Cannabinoide und Neo-Cannabinoide. Sie verfolgt die auf dem Markt erhältlichen Produkte und greift ein, wenn Probleme oder Nebenwirkungen gemeldet werden.

Wie wirksam dieser Hebel ist, zeigte sich wenige Tage vor Erscheinen dieses Artikels: Auf Betreiben der ANSM wurden H4CBD, HHCPO, THCP und HHC-H in Frankreich zum 3. Juni 2024 verboten. Eine Zulassung, die Händlern Sicherheit beim Verkauf neuer Cannabinoide gäbe, gibt es dagegen nicht. Wer solche Stoffe führt, trägt das rechtliche Risiko selbst.

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