CBD und THC im Vergleich: Wirkweise, Risiken und Rechtslage in Frankreich
CBD und THC stammen aus derselben Pflanze, unterscheiden sich aber grundlegend: THC wirkt psychoaktiv und ist in Frankreich ein Betäubungsmittel, CBD berauscht nicht und darf unter Bedingungen verkauft werden. Für Händler entscheidet dieser Unterschied über alles, vom Etikett bis zur Rechtslage.
Was ist CBD?
CBD (Cannabidiol) ist ein Cannabinoid, das natürlich in Hanf und Cannabis vorkommt. Im Gegensatz zu THC verändert es das Bewusstsein nicht, erzeugt keine Euphorie und beeinträchtigt die Alltagsfähigkeit nicht. CBD interagiert mit dem Endocannabinoid-System des Körpers. Welche Rolle es dabei genau spielt, wird weiter erforscht.
In einigen Ländern gibt es verschreibungspflichtige Arzneimittel auf CBD-Basis. Mit den frei verkäuflichen CBD-Produkten im Handel hat das nichts zu tun: Für sie gelten keine Heilversprechen, und Händler sollten auch keine machen.
Was ist THC?
THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol) ist vor allem für seine psychoaktive Wirkung bekannt, also für das „High“, das Freizeitkonsumenten suchen. THC bindet an die CB1-Rezeptoren im Gehirn und verändert Wahrnehmung, Stimmung, Gedächtnis und Koordination.
Wegen dieser Wirkung ist THC in vielen Ländern streng reguliert. In der Medizin wird es nur in bestimmten verschreibungspflichtigen Arzneimitteln eingesetzt.
Wie wirken CBD und THC im Körper?
Das Endocannabinoid-System
Der Körper verfügt über ein Endocannabinoid-System: ein Netz von Rezeptoren im Gehirn, in den Organen und im Immunsystem, das an der Regulierung zahlreicher Körperfunktionen beteiligt ist. CBD und THC greifen auf sehr unterschiedliche Weise in dieses System ein.
CBD und das Endocannabinoid-System
CBD bindet nicht direkt an die Rezeptoren CB1 und CB2 wie THC. Es verändert vielmehr, wie diese Rezeptoren auf andere Cannabinoide reagieren, und beeinflusst die körpereigene Bildung von Stoffen wie Anandamid. Eine berauschende Wirkung entsteht dabei nicht.
THC und das Endocannabinoid-System
THC bindet direkt an die CB1-Rezeptoren im Gehirn. Daraus entstehen die Euphorie, aber auch Veränderungen von Wahrnehmung, Stimmung und Motorik. THC kann unerwünschte Wirkungen haben:
- Angst oder Paranoia bei manchen Menschen, besonders bei hohen Dosen.
- Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses.
- Ein Abhängigkeitsrisiko bei manchen Konsumenten auf lange Sicht.
Unterschiede beim Abbau
CBD hat eine vergleichsweise lange Eliminationshalbwertszeit. THC wird schneller abgebaut, lagert sich aber im Fettgewebe ein und kann deshalb bei regelmäßigen Konsumenten lange nachweisbar bleiben.
Risiken von THC für die psychische Gesundheit
Regelmäßiger THC-Konsum, vor allem in hohen Dosen, wird mit einem erhöhten Risiko für psychische Störungen in Verbindung gebracht, besonders bei jungen Menschen. Genannt werden Angst und Paranoia, Depressionen und in manchen Fällen psychotische Störungen, vor allem bei frühem und starkem Konsum. CBD macht dagegen nicht abhängig und wirkt nicht psychoaktiv.
Welche CBD-Produkte führen Händler?
Bei Deli Hemp gehörten bei Erscheinen dieses Artikels im Oktober 2024 unter anderem diese Produkte zu den meistverkauften:
- CBD-Blüten wie die Red Velvet aus hydroponischem Anbau oder die Purple Dream aus dem Gewächshaus.
- Harze wie Green Crack, Cali Plate oder Roter Libanese.
- CBD-Öle in mehreren Konzentrationen sowie CBD-Kapseln.
Alle stammen aus in Europa angebautem Hanf, mit nachvollziehbarer Herkunft. Was aktuell verfügbar ist, sehen Sie im Shop.
Rechtlicher Rahmen für CBD in Frankreich und Europa
Regulierung und Zugang
In Frankreich sind Verkauf und Konsum von nicht-medizinischem CBD erlaubt. CBD gilt dort weder als Betäubungsmittel noch als psychotrope Substanz. Die Regeln für CBD und andere Hanfprodukte sind aber komplex und ändern sich regelmäßig.
Eine Verordnung vom 30. Dezember 2021 regelt in Frankreich den Anbau, die industrielle Herstellung von Hanfextrakten und den Verkauf von Produkten, die solche Extrakte enthalten. CBD-Produkte sind demnach vom allgemeinen Betäubungsmittelverbot ausgenommen, wenn sie aus Sorten des offiziellen Sortenkatalogs stammen und höchstens 0,3 % THC enthalten.
Im Dezember 2022 hob der Conseil d'État, das oberste französische Verwaltungsgericht, das Verbot des Verkaufs von Hanfblüten und -blättern ohne berauschende Eigenschaften auf. Seitdem dürfen sie in Frankreich verkauft werden, sofern sie die Grenze von 0,3 % THC einhalten.
Auf europäischer Ebene hatte der Gerichtshof der Europäischen Union im November 2020 entschieden, dass CBD nicht als Betäubungsmittel eingestuft werden kann, unabhängig davon, aus welchem Teil der Pflanze es gewonnen wird. Frankreich musste seine Regeln daraufhin an das EU-Recht anpassen.
Seit dem 15. Mai 2026 untersagt die französische Lebensmittelbehörde DGAL außerdem Lebensmittel mit CBD, da CBD als Novel Food in der EU nicht zugelassen ist.
Unsere Produkte entsprechen französischem Recht (Delta-9-THC höchstens 0,3 %). Der Status von Blüten, Harzen und anderen Hanfprodukten unterscheidet sich von Land zu Land und ist teils strenger. In Deutschland ist der Verkauf von CBD-Blüten an Endverbraucher rechtlich umstritten: Lassen Sie sich vor dem Weiterverkauf juristisch beraten.
THC und medizinisches Cannabis in Frankreich
THC ist in Frankreich weiterhin als Betäubungsmittel eingestuft. Herstellung, Verkauf und Konsum sind verboten, mit Ausnahme eines Modellversuchs mit medizinischem Cannabis, der 2021 begann.
Ursprünglich bis März 2023 angelegt, war der Versuch bei Erscheinen dieses Artikels im Oktober 2024 verlängert worden, bis ein Arzneimittel auf Cannabisbasis zugelassen und verfügbar ist, längstens bis zum 31. Dezember 2024. Wie es danach weiterging, sollten Sie bei Bedarf in aktuellen Quellen prüfen.
CBD und THC: die Unterschiede auf einen Blick
| CBD | THC | |
|---|---|---|
| Psychoaktiv | Nein | Ja |
| Bindung an CB1 | Nicht direkt | Direkt |
| Status in Frankreich | Erlaubt bei höchstens 0,3 % Delta-9-THC im Produkt | Betäubungsmittel |
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