PLFSS 2026: Frankreich plante eine Verbrauchsteuer auf rauchbares CBD
Im Oktober 2025 sah der Entwurf des französischen Sozialversicherungs-Finanzierungsgesetzes für 2026 (PLFSS 2026) eine Verbrauchsteuer auf rauchbare Hanfprodukte vor, nach dem Vorbild der Tabaksteuer. Betroffen wären CBD-Zigaretten, Pre-Rolls, Rauchmischungen und Harze zum Verbrennen gewesen. Der Text war damals nur ein Entwurf. Für Händler außerhalb Frankreichs ist die Debatte trotzdem wichtig: Frankreich ist der größte CBD-Markt Europas, und was dort beschlossen wird, verändert Preise und Vertriebswege.
Dieser Artikel beschreibt die Lage zum Zeitpunkt seines Erscheinens im Oktober 2025. Wie die parlamentarischen Beratungen ausgingen, prüfen Sie bitte anhand aktueller Quellen.
Was ist der PLFSS?
Der PLFSS (Projet de loi de financement de la Sécurité sociale) ist ein jährlicher Gesetzentwurf der französischen Regierung, der Einnahmen und Ausgaben der Sozialversicherung festlegt. Der Entwurf für 2026 enthielt erstmals eine Maßnahme, die rauchbare Produkte aus CBD oder Hanf regulieren und besteuern sollte. Im Oktober 2025 war das ein Gesetzentwurf, kein verabschiedetes Gesetz.
Ein PLFSS durchläuft mehrere Etappen: Vorstellung, Prüfung im Ausschuss, Debatten in beiden Parlamentskammern, gegebenenfalls Verabschiedung. Dabei können zahlreiche Änderungsanträge eingebracht werden. Zum damaligen Zeitpunkt war also nichts endgültig, und die Branche konnte sich über ihre Verbände, etwa die UPCBD (Union des Professionnels du CBD, der französische Verband der CBD-Unternehmen), oder über Abgeordnete vor Ort einbringen.
Die Eckpunkte der geplanten Besteuerung
Die Regierung wollte rauchbares CBD steuerlich dem Tabak gleichstellen und eine Verbrauchsteuer (accise) auf verbrennbare Hanfprodukte einführen. Das hätte CBD-Zigaretten, Pre-Rolls, Rauchmischungen und Harze zum Verbrennen direkt betroffen.
Dazu kam ein strengerer Rahmen für den Verkauf:
- Nur zugelassene Tabakwarenhändler (in Frankreich „buralistes“, die staatlich lizenzierten Tabakverkaufsstellen) oder behördlich genehmigte Geschäfte hätten diese Produkte verkaufen dürfen. Sie hätten Anforderungen an Konformität, Zuverlässigkeit und Schulung erfüllen müssen, ähnlich wie beim Tabak.
- Der Onlineverkauf an Endkunden wäre verboten worden. CBD-Onlineshops hätten rauchbare Produkte nicht mehr direkt an Verbraucher verkaufen können.
Der Vertrieb von rauchbarem CBD wäre damit auf das Tabakhandelsnetz und zugelassene Ladengeschäfte konzentriert worden, mit einer steuerlichen und gesundheitsbehördlichen Kontrolle wie beim Tabak.
Was das für den B2B-Markt bedeutet hätte
Für Großhändler, Distributoren und CBD-Marken hätte der Entwurf einen Wendepunkt bedeutet. Er stellte das bisherige Vertriebsmodell in Frage, das auf mehreren Kanälen beruht: Fachgeschäfte, Onlineshops, Direktvertrieb.
Eine Verbrauchsteuer hätte die Einstandskosten rauchbarer Produkte erhöht und direkt auf die Marge gedrückt. Die Vertriebswege hätten sich neu geordnet, mit den Tabakwarenhändlern als wichtigsten legalen Verkaufsstellen. Und die Logistik hätte sich an zusätzliche Anforderungen an Rückverfolgbarkeit und Verwaltung anpassen müssen.
Wäre der Rahmen so beschlossen worden, hätten gut organisierte Unternehmen, die mit Regulierung umgehen können, klar profitiert. Marken, die mit dem Tabakhandel zusammenarbeiten, ihre Verpackungen anpassen, Rückverfolgbarkeitsblätter führen und saubere Zertifikate liefern, wären die bevorzugten Partner geworden.
So belastend die Maßnahme gewesen wäre, sie hätte auch Gelegenheitsanbieter aus dem Markt drängen und seriösen Unternehmen mehr Glaubwürdigkeit verschaffen können.
Die Position der UPCBD: wachsam bleiben, verhandeln
Die UPCBD reagierte sofort. Der Verband rief zu Wachsamkeit ohne Panik auf und erinnerte daran, dass der Text noch lange nicht fertig war. Er richtete eine juristische Arbeitsgruppe ein, die den Vorschlag im Detail analysieren und seine praktischen Folgen für die Unternehmen bewerten sollte.
Die Arbeitsgruppe hatte drei Ziele. Sie wollte Änderungsanträge vorschlagen, um die einschneidendsten Punkte abzuschwächen. Sie wollte die Trennung zwischen rauchbaren Produkten und anderen CBD-Formen wie Ölen oder Kosmetik erhalten. Und sie wollte den damaligen Rechtsstatus von CBD, das nicht zum Verbrennen bestimmt ist, verteidigen, um Verwechslungen zu vermeiden.
Die UPCBD kündigte an, die Branche über den Verlauf der Debatten zu informieren und sich weiter für eine klare, ausgewogene Regulierung einzusetzen.
Deli Hemp: Händler in einem sich wandelnden Markt begleiten
Wir verfolgen diese Entwicklungen genau, weil sie unsere B2B-Partner direkt betreffen. Seit 2019 liefert Deli Hemp verlässliche, konforme Produkte, die zur Praxis im Handel passen. Qualität, Beständigkeit und schnelle Reaktion sind dabei unsere Grundsätze.
Wir bedienen jede Mengenordnung, vom unabhängigen Laden bis zum organisierten Netz von Tabakwarenhändlern. Unsere Blüten, Harze, CBD-Zigaretten und weiteren Produkte lassen sich in unterschiedliche Vertriebsmodelle einfügen, vom Nahversorger bis zum Fachhandel.
Im neuen regulatorischen Umfeld war unsere Priorität im Oktober 2025, rechtliche Änderungen früh zu erkennen, das Angebot anzupassen und die Konformität der Ware weiter sicherzustellen. Wir arbeiteten bereits an Lösungen für den Tabakhandel und für die mögliche neue Besteuerung.
Unsere Produkte entsprechen französischem Recht (Delta-9-THC ≤ 0,3 %). Außerhalb Frankreichs gelten für Blüten, Harze und andere Hanfprodukte eigene, teils strengere Regeln, und in Deutschland ist der Verkauf von CBD-Blüten an Endkunden rechtlich umstritten: Lassen Sie sich vor dem Weiterverkauf juristisch beraten.
Ein strukturierterer CBD-Markt in Frankreich?
Der PLFSS 2026 konnte den Beginn einer neuen Phase für rauchbares CBD in Frankreich markieren. So einschränkend der Entwurf wirkte, er folgte einer Logik der Marktordnung. Langfristig hätte er die Legitimität von CBD stärken können, indem er es klar von informellen Kanälen trennt und in einen anerkannten wirtschaftlichen Rahmen stellt.
Für die Branche war das weniger eine Bedrohung als eine Verschiebung der Kräfte. Unternehmen, die Konformität, Qualität und Flexibilität verbinden, sind in einem solchen Umfeld am besten aufgestellt. Wer in Frankreich einkauft oder verkauft, sollte sich laufend informieren und mit verlässlichen Partnern arbeiten. Ob und in welcher Form die Verbrauchsteuer am Ende beschlossen wurde, war bei Erscheinen dieses Artikels offen und ist anhand aktueller Quellen zu prüfen.
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